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Pressestimmen zum neuen Standort |
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Studieren und ? (NRZ vom 1. März 2006)
Ausstellung / Die "freie kunstakademie" lädt zum Rundgang und zieht um
Christof Wolf
Tankred Stachelhaus
Zu ihrem letzten Rundgang am alten Ort lädt die "freie kunstakademie" ab diesen Samstag in den Essener Süden. Allzu weit werden es die Umzugswagen im Sommer voraussichtlich August, aber nicht haben. Die private Kunsthochschule zieht vom ehemaligen Werksgelände der Firma Colsmann, Hinsbecker Löh 10, in die ehemalige Zeche Prinz Friedrich an der Prinz-Friedrich-Straße, beides in Kupferdreh. Die Akademie will sich vergrößern von derzeit etwa 700 Quadratmetern auf 2000 Quadratmetern, von rund 200 Studenten auf bis zu 400 Studenten.
Noch ein paar Informationen zur Akademie, die es in dieser Form seit fünf Jahren gibt: Fast die Hälfte der Studenten studiert in Vollzeit, etwas 30 belegen einen Mappenkurs. 21 Dozenten unterrichten freie Kunst - von der Malerei über die Bildhauerei bis zur Fotografie. Die Studiengebühren bewegen sich zwischen 160 und 285 Euro pro Monat. Die Kunstakademie ist nicht staatlich anerkannt - noch nicht, denn Akademie-Leiter Stephan Schneider hofft, nach dem Umzug recht bald die Anerkennung zu erhalten...
Anerkennung wird kommen (WAZ vom 1. März 2006)
Die freie kunstakademie AG wartet seit zwei Jahren auf den staatlichen Segen. Inzwischen entwickeln sich die Studentenzahlen so gut, dass das Institut demnächst in die alte Zeche "Prinz Friedrich" umzieht
Von Dirk Aschendorf
Wer sein Geld in Kunstwerken anlegt, will gewöhnlich Sicherheit, rechnet mit steigenden Kursen, ist häufig eher am Kunstmarkt als an Kunst interessiert. Die Essener "freie kunstakademie", die ab Freitag zum Besuch der jährlichen Semesterausstellung einlädt, ist eine Aktiengesellschaft. Im Gegensatz zu den staatlichen Kunstakademien, wie Düsseldorf oder Münster ein privatwirtschaftlich betriebenes Unternehmen, das sich im Aufwind befindet. So jedenfalls sieht es Stephan Schneider, der künstlerische wie auch kaufmännische Leiter der in mancherlei Hinsicht freien kunstakademie in Kupferdreh. Über Rendite der Aktionäre will er jedoch nicht sprechen. Aber über Zahlen. Mit 220 Studierenden liegt die Akademie nach den genannten staatlichen Instituten in NRW auf Platz drei. Nur, dass bis jetzt für die Kupferdreher die staatliche Anerkennung noch nicht erfolgte. Der Antrag liege Düsseldorf seit zwei Jahren vor, so Schneider, und werde auch von der Stadt Essen, die das Institut mit Wohlwollen betrachtet, ideell unterstützt. Schneider betrachtet das gelassen. "Die Anerkennung wird kommen", da ist sich der Maler, der selber staatlicher Akademieabsolvent ist, sicher. Sicher sind auch die Umzugspläne der Akademie in die ehemalige Zeche Prinz Friedrich. Im Vergleich zum jetzigen Standort an der Straße Hinsbecker Löh, wird man dort mit rund 2000 Quadratmetern drei Mal mehr Fläche zur Verfügung haben als zurzeit. Und: " Wir können dann bis zu 400 Studenten aufnehmen", so Schneider. Die Prognose scheint realistisch, denn bisher musste man Interessenten abweisen. Nicht nur aus künstlerischen Gründen, sondern auch wegen Platzmangels. Und dabei ist das Studium nicht billig. Zwischen 1200 und 1700 Euro pro Semester muss man schon auf den Tisch blättern. Mit einem Grundstudium (zwei Semester) und einem Hauptstudium (etwa vier Semester) orientiert man sich an den staatlichen Akademien. Auch, was das Aufnahmeverfahren angeht. Arbeitsmappen müssen hier wie dort eingereicht werden. Zwischenprüfung, Abschlussprüfung und -ausstellung sind Pflicht, will man am Ende den "Akademiebrief" in Händen halten. Ein verdichteter Aufbau ermöglicht auch ein Studium neben Beruf oder Familie. Austauschprojekte, wie jetzt mit der Akademie im niederländischen Enschede oder Dozentenaustausch auch mit staatlichen Instituten sorgen für den nötigen Blick über den Tellerrand- und Kontakte. Denn auch Kunst will vermarktet werden.
Zeitungsartikel vom Donnerstag den 16. März 2006 in der WAZ "Unsere Stadt"
Frost legt Straßenbau auf Eis
Doch schon bald wird es auf der Kupferdreher Straße weitergehen. Verlängerung der Poststraße in Arbeit. In den nächsten Wochen wird das Gewerbegebiet "Prinz Friedrich" an der Kläranlage geschlossen
Von Markus Grenz
Kupferdreh. Die Arbeiten für die Umgestaltung Kupferdrehs sind im vollem Gange - auch wenn gerade aufgrund des Frostes der Ausbau der Kupferdreher Straße auf Eis gelegt ist. "Sobald es wärmer wird, machen wir weiter", verspricht Projektkoordinator Wolfgang Reinhardt. Die Kupferdreher Straße zwischen Bender - und Anstockstraße soll dann mit Parkbuchten, neuem Grün und frischer Asphaltdecke glänzen. Die Verlängerung der Poststraße, für die Tunnel unter der B227 gegraben wird, läuft weiter. In den nächsten Wochen soll das Gewerbegebiet "Prinz Friedrich" an die Kläranlage nördlich Kupferdrehs angeschlossen werden.
Einiges bleibt noch zu tun, bis eine der größten Stadtteilerneurungs -Projekte beendet ist, die Essen bislang gesehen hat. "Sämtliche Vorbereitungen von unserer Seite sind getroffen", erklärt Wolfgang Reinhardt und meint damit die notwendigen Fördermittel. "Wenn alle so kommen wie geplant kann die Poststrasse ende 2007 fertig sein", blickt Reinhardt nach vorn. Drei Jahre später könnte der neue Bahnhof der Deutschen Bahn angefahren werden. Auch der zweite Bauabschnitt des Marktes steht noch an. Die Hofstrasse soll dann nicht mehr von Autos befahren werden können.
Schon sicher ist, das die "Freie Kunstakademie Essen" in ein altes Zechengebäude im Norden des Gewerbegebietes Prinz - Friedrich einziehen soll. Einige Fragezeichen stehen bislang aber noch in der Liste der zahlreichen Maßnahmen, die das Projekt mit sich bringt. Über welchen Weg sich die Spaziergänger vom Kupferdreher Zentrum ihren Weg zum Baldeneysee suchen sollen , ist noch nicht klar. Dass die Kupferdreher über das jetzige Gewerbegebiet laufen sollen, steht fest. Wo lang genau jedoch noch nicht. "Für das Wohnen am Wasser fehlen wohl noch die konkreten Investoren. Auch für den Standort des Lokschuppens werden noch Alternativen gesucht", berichtet Reinhardt.
Das im Rahmen der Stadterneuerung Kupferdreh noch manches in der Schwebe hängt, sind die Einheimischen seit einigen Jahren gewohnt. Zu viele Köche werkeln seit Jahren an dem Brei, der einmal allen Schmecken soll. Neben der Bewältigung der eigenen Maßnahmen musste die Stadt noch die Teilnehmer Landesbetrieb Strassenbau für die B227. die Stadtwerke und die Deutsche Bahn unter einen Hut bringen. Aus so unterschiedlichen Töpfen wie der Städtebauförderung, Straßenbau oder Wasserbau wird das Ganze finanziert. Zusätzlich sind um Gewerbegebiet noch verschiedene Privatiers beteiligt.
Doch der Preis am Ende der Mühen ist hoch. Kupferdreh wird nicht mehr das gleiche sein. "Der neue Bahnhof soll dann im Mittelpunkt des Stadtteils stehen. Von dort sollen die Bürger einfach zum See, Markt oder Busbahnhof kommen", beschreibt Wolfgang Reinhardt die gar nicht mehr so ferne Zukunft.
Anfangspunkt der Pläne war der umständliche Verkehr im Stadtteil. Gescheitert war jede Lösung vorher am Bahnübergang hinter dem Markt, ein Nadelöhr für den Durchgangsverkehr. Als die DB Anfang der 90er Jahre bekannt gab, den Übergang im Zuge der Modernisierung und Elektrifizierung seiner Bahnen ganz aufzugeben, kam der notwendige Schwung ins Thema.
Wolfgang Reinhardt erinnert sich: "Der große Wurf war, als die Bahn erklärte, an der städtebaulichen Entwicklung mitzuwirken. Mit dem Hochlegen der Bahnstrasse un des neuen Bahnhofes in Kupferdreh ergaben sich ganz neue Möglichkeiten."
Stadterneuerung
In Kupferdreh läuft seit einigen Jahren eines der Mammutprojekte in der Stadt. Seinen S-Bahnhof und einen Teil der Gleise will die Deutsche Bahn auf Stelzen stellen. Neue Durchgangsstrasse wird die Poststrasse, die nach Osten verlängert werde soll. Der Markt ist neu gestaltet. Ein Busbahnhof wird angelegt. Insgesamt sollen rund 50 Millionen Euro verbaut werden.
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