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Campus für die fadbk |
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Die freie kunstakademie ist von Anfang an daraufhin konzipiert, dass sie ihren Studierenden vergleichbare Bedingungen bietet, wie staatliche Kunstakademien - personell, inhaltlich, aber auch räumlich. So wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Gebäude gesucht, die den Ansprüchen der Akademie genügen und größtmögliche Perspektiven für den weiteren Ausbau der Akademie bieten. Unter anderem wurden mit dem Architekten Vincent Forster und später mit dem Architekten Heinrich Böll Konzepte für Gebäude auf der Kokerei Zollverein entwickelt. Auch der Ausbau der Akademie am vorherigen Standort in der Weberei Colsman war immer Gegenstand von Konzepten und Verhandlungen. Bedingt durch Veränderungen an der historischen Bausubstanz des Colsman-Gebäudes, wurde solchen Überlegungen allerdings die Grundlage entzogen.
Diese baulichen Veränderungen, die steigenden Studentenzahlen und höhere Anforderungen an räumliche Qualität und Infrastruktur der Akademie machten also einen Umzug der Akademie in ein größeres Gebäude bereits seit längerer Zeit dringend notwendig.
Nach rund zweijährigen, erfolglosen Verhandlungen mit verschiedensten Anbietern, Institutionen, sowie dem vorherigen Vermieter, wurde im Herbst 2005 durch die Initiative eines privaten Investors endlich eine adäquate Lösung für die freie kunstakademie AG gefunden.
Ab August 2006 hat die Akademie also ein neues Gebäude in Essen-Kupferdreh mit rund 2000 qm Fläche bezogen und befindet sich in der ehemaligen Zeche Prinz-Friedrich in Essen-Kupferdreh, die für die Nutzung durch die freie kunstakademie umgebaut und modernisiert wurde.
Seit September 2005 wurden vom Investor und seinem Architekten Jochen Schittkowski, in enger Zusammenarbeit mit der freien kunstakademie und ihren Mitarbeitern, ein Gebäude- und Raumkonzept für die ehemalige Zeche Prinz-Friedrich erarbeitet, welches den Bedürfnissen einer Kunstakademie in hervorragender Weise gerecht wird und zu Recht Campus genannt werden kann.
Aus Anlass des Umzuges und aus Gründen der besseren Unterscheidbarkeit von anderen privaten Institutionen und staatlichen Kunstakademien, hat die freie kunstakademie Aktiengesellschaft als Trägergesellschaft der Akademie nunmehr beschlossen, den Lehrbetrieb unter dem Namen "Freie Akademie der Bildenden Künste, Essen" (fadbk) weiterzuführen.
Die noch erhaltenen Backsteingebäude der Zeche Prinz-Friedrich liegen an der Mündung des Deilbachs in den Baldeneysee. Sie bilden ein u-förmiges Gebäudeensemble, dessen Innenhof sich nach Norden hin zum renaturierten Deilbach öffnet. Ost- und Südflügel des Komplexes sind 1923 erbaut. Der Westflügel wurde 1958 angebaut.
Äußerlich wurden die Gebäude sorgfältig restauriert und weitestgehend dem historischen Bestand entsprechend wieder hergestellt. Im Inneren entstand ein modernsten Ansprüchen genügendes Raumangebot, welches allerdings immer auch den Charakter der erhaltenen Industriearchitektur berücksichtigt. Bildmaterial zu den Plänen und zum neuen Gebäude finden Sie in der Campusgalerie.
Der Südflügel, die ehemalige Werkstatt der Zeche, nimmt den Großteil der Akademieräume auf. In dieser ca. 15m breiten, 60 m langen und 10 - 12 m hohen Halle entstanden nach einem "Haus-in-Haus-Konzept" Räume für Verwaltung und Bibliothek, Seminarräume, Zeichen- und Malsäle, Werkstätten für Bildhauerei, Druckgrafik und Maltechnik, sowie Küche, Sanitär- und Aufenthaltsräume. Im Westflügel, der zum Dezember 2006 fertiggestellt wird, befinden sich weitere Werkstätten für Holz- und Kunststoffbearbeitung, Seminar- und Ausstellungsräume, sowie Ateliers für Gastdozenten und Studenten. Ebenfalls im Westflügel befinden sich rund 900 qm weitere Atelierflächen, die an Studenten und Dozenten der Akademie und externe Künstler vermietet werden.
Das Gesamtkonzept und die Initiative des Investors und der Akademie werden von der Stadt Essen, der Essener Wirtschaftsförderung und dem Kulturbüro der Stadt Essen begrüßt und ideell unterstützt, darüber hinaus ist es eingebunden in eine der größten Maßnahmen zur Stadtteilsanierung, die die Stadt Essen jemals unternommen hat. Hierfür wurden 50 Millionen Euro bewilligt, welche in den nächsten Jahren dazu verwendet werden, die Poststraße unter der B 227 herzuführen und als Umgehungsstraße einzurichten, den Bahnhof Kupferdreh aufzuständern, um dann den Deilbach komplett offenzulegen und zu renaturieren und den Kupferdreher Markt fußläufig an den Baldeneysee anzubinden.
Hierdurch wird die bereits jetzt hervorragende Verkehrsinfrastruktur des neuen Campus-Standorts
(1-2 Minuten Fußweg zu öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn und Bus), sowie direkte Anbindung an Schnellstraße und Autobahn) nochmals verbessert und das Areal insgesamt aufgewertet.
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